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Käufer bestimmen Preis selbst? Flop!

Ein kleines und spannendes Experiment gab es von dem Hamburger Label 2nd rec. Im November boten die Macher neun CDs (im Sinne von: richtige Tonträger-CDs) für völlig umsonst an. Wer wollte, konnte sich eine aussuchen und erhielt ein Exemplar kostenfrei und ohne Portogebühr. Beiligend gab es ein Schreiben, in dem die Kosten für die Produktion und Herstellung einer CD beschrieben wurden und um Spenden je nach Belieben gebeten wurde. Der Käufer konnte also den Preis selber bestimmen. Radiohead auf klein-deutsch-analog, sozusagen.

Drei Monate später sind die Hamburger Jungs schlauer - und auch enttäuscht. Das Ergebnis: circa 480 CDs wurden verschifft, 64% der Empfänger fanden die Alben gut und ganze 26% haben etwas gezahlt. Pro CD kamen dabei durchschnittlich (nach Abzug der Portokosten) satte 0,74 Euro zusammen. Klingt wenig, und isses auch. Schade für 2nd rec und ein Warnsignal für alle, die nicht Radiohead sind. (Quelle: 2ndrec.com/blog)

Diskussion

Ein Kommentar für “Käufer bestimmen Preis selbst? Flop!”

  1. Da hastes!

    Die Menschheit geht den Bach runter… Man versucht nurnoch möglichst viel für sich rauszuschlagen…ob die anderen daran krepieren, ist einem egal! Sicherlich haben sich die Empänger von den Gratis-CDs auch noch ins Fäustchen gelacht, über die Naivität des Labels und ihren Freunden erzählt, wie gewitzt sie doch gewesen sind, eine kostenlose CD abzustauben…auf der auch noch (ausnahmsweise) gute Musik ist…und ich muss mich fragen, ob ich nicht genauso assi gewesen wäre! Durch diese Aktion wurde wohl wieder einmal bei ein paar Leuten der Glaube an das Gute im Menschen erschüttert…manchmal ja eine ganz lehrreiche Lektion.

    Man man, du bist ja echt aktiv hier…schaue grad mal vorbei und staune über die Ausmaße…

    Liebe Grüße, Anna

    Kommentiert von Anna | Februar 15, 2008, 15:18

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