// du liest...

Universal Music Group

Clevere Idee: Universals »temporal pricing«

Die Musikindustrie hat, wie viele andere Content-Branchen, ein Problem mit dem Internet. Ihre Inhalte sind einfach kopierbar und dementsprechend praktisch unlimitiert verfügbar. Was heißt das?

Wenn Dinge grenzenlos zur Verfügung stehen, werden sie wertlos.
Wenn es Dinge gibt, die grenzenlos zur Verfügung stehen, werden die Dinge kostbar, die nicht unendlich kopierbar sind.

Was also tun? Man muss Exklusivität herstellen. Vom Mobile World Congress in Barcelona gibt es in diesem Zusammenhang nun eine interessante Nachricht von Universal. Das Majorlabel überlegt, »temporal pricing« einzuführen. Darunter ist zu verstehen, dass eine bestimmte Gruppe von Konsumenten früheren Zugang zu neuen Produkten erhält - Produkte, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht unendlich zur Verfügung stehen und somit für Fans kostbar sind. Ein Prinzip, das beispielsweise im Film (Kino) oder bei Hardcover-Büchern funktioniert. Labels sind durch das Internet erstmals in der Lage direkt enge Kundenbindungen, etwa durch die Künstlerwebseiten, einzugehen. Ein Novum und, hoppla!, ein mächtiger Vorteil, der sich da ergibt. Das Prinzip scheint schlüssig und ich kann mir gut vorstellen, dass da sich einiges rausholen lässt.

Bemerkentswert ist diese Entwicklung übrigens auch deshalb, da traditionellen Distributionskanäle umgangen werden können. Hier wird iTunes und Konsorten die Butter vom Brot genommen.

Diskussion

Keine Kommentare für “Clevere Idee: Universals »temporal pricing«”

Kommentiere

Kategorien