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Bertelsmann plant Verkauf von Sony BMG

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, plant Bertelsmann den Verkauf seines 50%-Anteils am Plattenmajor Sony BMG. Mit zwei Private-Equity-Unternehmen seien bereits Gespräche gelaufen. Eine Einschätzung über die Bewertung des Musikkonzerns stehe aus.

Der neue Konzernchef Ostrowski hatte bereits angekündigt, dass er einen raschen Umbau des Medienkonzerns vorantreiben wollte. Sony BMG passte dabei, wie auch die Konzernsparte Direct Group, nicht ins Profit-Bild. Deshalb seien nun eben »harte Entscheidungen« zu treffen. Noch ist natürlich nichts entschieden. Aber die Konzernführung prüft nun die Möglichkeiten. Grandios ist und tief blicken lässt dieses Zitat eines ungenannten Bertelsmann-Managers: »Das ist eine unemotionale Geschichte, bei der nur der Preis zählt«.

Es würde mich sehr wundern, wenn dieser Schritt letzten Endes (vermutlich 2009, wenn die Haltefrist mit Sony endet) nicht vollzogen werden würde. Die Hauptfrage ist dabei natürlich: wer übernimmt eine Plattenfirma? Sony BMG ist zwar die globale Nummer 2, aber noch ist aus dem EMI-Experiment des Investors Terra Firma noch nicht klar, ob es wirklich glücken kann, eine Plattenfirma profitabel umzubauen. Dazu fehlen einfach auch noch die Konzepte. Meine Prognose: die Konzentration im Major-Markt wird sich weiter fortsetzen. Ob Sony BMG am Ende übrig bleiben wird, ist spekulativ. Aber mit Sicherheit werden wir in ein paar Jahren nicht mehr vier Majors haben… (Quelle: ftd.de)

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