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Man muss die Kuh melken, so lange es was zu melken gibt

Ich habe nichts gegen hohe Gehälter. Und ich habe auch nichts gegen die Leute, die diese Gehälter kassieren. Mich nerven populistische Neiddebatten über die Einkommen von DAX-Vorständen. Aber was mich noch mehr nervt, sind ungerechtfertigt hohe Gehälter. In der letzten Woche wurde ja vi el über Warners CEO Recorded Music Lyor Cohen und dessen Vertragsverlängerung geschrieben. 

Der Kritikpunkt ist naheliegend, aber ich muss ihn trotzdem noch einmal hervor graben: Es kann doch nicht sein, dass ein Aktienunternehmen, dessen Kurs so niedrig ist wie nie, mit so wenig positiven Aussichten wie nur denkbar, in einer der schwierigsten Branchen, die man sich nur vorstellen kann und unter einer allgemeinen Schwäche leidet, dass die Verantwortlichen dieses Aktienunternehmens dicke Gehaltserhöhungen bekommen. Ich habe nichts dagegen, wenn sich Steve Jobs oder Larry Page ein neues Flugzeug kaufen, aber das liegt daran, dass ihre Firmen glänzend dastehen.So lange Leute wie Cohen und Edgar Bronfman eine Firma wie Warner Music steuern, KANN das nicht aufwärts gehen und diese Bedien-Mentalität ist wirklich, verzeiht die Ausfälligkeit, zum Kotzen. 

Was kommt denn bei den Käufern an? 1. Der Firma geht es schlecht. 2. Der Branche geht es schlecht. Aber 3. Wir leben ein extravagantes Leben (finde einer ein Bild von Cohen ohne Zigarre im Mund - oh, hab selber eins gefunden. Aber naja…). Und 4. Diese Extravaganz habt ihr zu bezahlen, also hört auf, illegale Tauschbörsen zu benutzen. 

Welt an Cohen, Bronfman und andere: Euer Lebensstil interessiert uns nicht. Und was IHR wollt noch weniger. Wenn ihr den Karren nicht aus dem Dreck ziehen könnt, ist uns das wurscht. Aber hört mal zu, was WIR wollen. Ich habe allen Respekt vor Plattenfirmen, die sich anstrengen und versuchen, neue Wege zu gehen und nach vorne zu blicken. Aber ich habe kein Verständnis für Leute, die in diesem Business sind, weil sie sich selbst und das Geld lieben. Das war mal. Your time is over.

Diskussion

2 Kommentare für “Man muss die Kuh melken, so lange es was zu melken gibt”

  1. […] da höre, dass sich große Plattenbosse trotz Rekordverluste immer noch dicke Gehaltssteigerungen genehmigen, dann kann man sich denken, dass diese Generation der Label-Funktionäre aussterben wird, ja, […]

    Kommentiert von Next Generation Musikmanager « boogiezitty | April 3, 2008, 11:50
  2. […] da höre, dass sich große Plattenbosse trotz Rekordverluste immer noch dicke Gehaltssteigerungen genehmigen, dann kann man sich denken, dass diese Generation der Label-Funktionäre aussterben wird, ja, […]

    Kommentiert von Next Generation Musikmanager | COMMENTMUS!C | April 11, 2008, 10:46

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